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19 Jahяe
Bayeяn
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Sugar & ice

Eiskalt und doch so schön.
Ich habe Schnee schon immer geliebt, die kleinen Eiskristalle auf meinen Händen für ihre Schönheit bewundert. Oder doch nur dafür dass sie so vergänglich sind?
So zerbrechlich, fein und leicht zu zerstören.
Doch gleichzeitig selbst eine durchaus mörderische Kraft.
Sie bringen Kälte mit sich, schon immer.
Den Winter.

„Hier, dein Kaffee.“, aus den Erinnerungen an meine Kindheit gerissen nehme ich dankend die warme Tasse an, nippe an dem viel zu warmen Getränk und starre nach draußen. Auf die tausenden Schneeflocken, welche im fahlen Licht der Straßenlampen tanzen.
„Irgendwas neues?“, frage ich Aki.
„Nein, der Flughafen ist tot.“, er seufzt leise. „Keine Ahnung wann das nächste Flugzeug starten kann. Ich hasse diesen Winter!“
Ich lasse mich neben ihm auf einer der Sitzbänke nieder, strecke meine Beine aus und schenke ihm ein Lächeln. Klar, es ist ja nicht das erste Mal dass wir an einem Flughafen festsitzen. Aber selbst hier in Island ist das ein, milde ausgedrückt, harter Winter.
„Mittlerweile sind wir es doch gewöhnt, oder?“, frage ich lachend.
„Klar, macht ja auch soviel Spaß…“
„Aki der Zyniker hat gesprochen.“
„Nein, wie lustig du heute wieder bist.“, erwidert er nur trocken und vergräbt das Gesicht in den Händen.
„Ich bin immer lustig, schon vergessen?“, mehr als ein weiteres Seufzen bekomme ich nicht als Antwort und so stehe ich wieder am Fenster und starre hinaus in die Nacht, wo noch immer der kalte Wind die Schneeflocken tanzen lässt.
„Aki?“, keine Antwort. „Hast du Hunger?“
„Aber immer doch!“, schon steht er auf und grinst mich an.
„Wusste ich’s doch. Hier gibt es doch bestimmt so etwas wie ein Restaurant oder einen Imbiss oder so was…“
„Wer hat jetzt Hunger?“, lacht er als wir uns an ein Paar, ebenfalls wartenden Menschen vorbeischlängeln.

„Flug Nummer 12-80 nach Helsinki wird wegen des noch immer anhaltenden Schneesturms voraussichtlich mit einer Stunde Verspätung starten.“, verkünden die Lautsprecher in dem gemütlichen Flughafenrestaurant und lassen Aki neben mir noch zermürbter aussehen als er so oder so schon den Eindruck erweckt.
„Kann man die eigentlich verklagen?“, murmelt er vor sich hin.
„Wenn du den Urheber des Schneesturms ausfindig machst, vielleicht.“, er sieht mich verwirrt an. „Das nennt sich höhere Gewalt, mein Lieber.“
„Danke, das weiß ich selbst.“
„Wieso fragst du dann?“
„Ich habe nur laut gedacht. Nerv mich doch!“
„Mit Vergnügen.“, antworte ich und lächle ihn an.
„Du machst mich noch verrückt! Und wehe du antwortest mir nun wieder mit solchem Mist!“, ich winke nur ab und lache.
„Schon gut, meinst du vielleicht mich nervt es nicht, dass wir schon wieder an einem Flughafen festsitzen? Das ist nun schon das…“
„…vierte Mal.“, beendet er den Satz.
„Genau. Und bis jetzt haben wir es ja auch überlebt, oder?“
„Du munterst mich heute nicht mehr auf.“, murmelt er trocken zurück, bettet seinen Kopf auf die auf dem Tisch liegenden Arme. Ich seufze und gebe mich wohl oder übel geschlagen. Doch hier herumsitzen und mich langweilen entspricht nicht gerade meinen Vorstellungen von einem eigentlich recht erholsamen Tag. Im Vergleich zu den vergangenen Wochen, die mit Tourstress nur so gefüllt waren ist es nun recht angenehm. Ein Paar Interviews und das war es dann auch schon. Das ist so oder so immer nur das Selbe, immer die gleichen Fragen und Geschichten. Der mittlerweile zerfetze Bierfilz landet auf dem Tisch und ich setze mich wieder aufrecht hin.
„Aki, wir müssen was machen!“, keine Reaktion. „Aki?“
Schläft der etwas?!
Hakala, irgendwann erwürge ich dich noch!
Vorsichtig rüttle ich an seinem Arm und schon starren mich zwei müde, blaue Augen an. „Waaaaas?“, gähnt er während er sich aufrichtet. „Und grins nicht so bescheuert.“
„Zum Ersten: Ich sagte, dass wir was machen müssen. Und zum Zweiten: Du steckst mich mit deiner miesen Laune nicht an.“, schon alleine aus Protest grinse ich weiter vor mich hin, während Aki mich noch immer etwas verwirrt mustert.
„Und was schlägst du vor?“, antwortet er dann und fährt sich durch die, mittlerweile wieder länger gewordenen Haare.
„Wir erkundigen uns erstmal was mit dem Flug los ist und dann sehen wir uns hier mal etwas um.“

Wenig später, einen noch immer etwas wüst und ratlos aussehenden Aki neben mir und mit der Information dass unser Flug, genau wie alle anderen von diesem Flughafen, gestrichen wurde.
„Gut, suchen wir ein Hotel?“, fragend sehe ich Aki an und lehne mich an die Wand. Er nickt, marschiert zu den Münztelefonen auf der anderen Seite des Wartesaals. Ich lasse mich an der Wand herabsinken und beobachte ihn dabei, wie er im Telefonbuch blättert, schließlich eine Nummer wählt und wenig später wieder vor mir steht.
„Die gute oder die schlechte Nachricht zuerst?“, ich sehe ihn schief an.
„Die gute.“
„Wir haben ein Hotel.“
„Und die schlechte?“
„Wir müssen uns das Zimmer teilen.“
„Du wirst es überleben.“
„Sicher?“, schiefer Blick seinerseits während er mir die Hand hinhält und mich wieder auf die Beine zieht.
„Ich fress’ dich schon nicht.“, gebe ich amüsiert zurück und kneife ihm in die Seite.
„Wie beruhigend!“, kiekend weiche ich ihm aus, als er mich auch kneifen will und dies mit einem ‚Bääääh!’ quittiere.
„Ist ja nicht so, dass wir das schon oft genug getan hätten.“, murmle ich leise vor mich hin, wie ich ihn kenne hat er selbst das gehört, er kennt mich einfach zu gut.

Nachdem wir uns ein Taxi erkämpft haben, Chaos am Flughafen, sitzen wir in dem warmen Auto welches gemächlich über die verschneiten Straßen rollt. Meine Stirn an die Kalte Scheibe gelehnt starre ich auf die Straßen, die vorbeifliegenden Lichter der Straßenlaternen in deren spärlichem Licht die Schneeflocken tanzen… ich muss wohl geseufzt haben, denn ich spüre einen leichten Druck, Akis Hand die meine Schulter streicht. Ich sehe ihn kurz an, er lächelt mich aufmunternd an. Mein Blick war wohl wieder etwas zu leer. Ich sehe wieder aus dem Fenster, wobei es mich nicht kümmert was ich dort sehe, nehme das nicht einmal richtig wahr. Irgendwie fühle ich mich gerade ziemlich beschissen, nur wieso?
Ohne dass ich weiter nachdenken kann hält das Taxi in einer kleinen Parkbucht vor einem mit Scheinwerfern angestrahlten Gebäude. Aki schleppt seinen Koffer schon zum Eingang als ich erstmal auf die Idee komme auszusteigen und dem Taxifahrer sein Geld zu geben, dann schnappe ich mir meine Tasche und folge Aki, der bereits an der Rezeption unseren Schlüssel abgeholt hat.

Etwas später im Zimmer. Ich bin fasziniert von dem Doppelbett, welches Akis Begeisterung nicht wirklich für sich gewinnen kann. Achja, Aki. Ist in der Dusche.
Ich ziehe mir meine Jacke über und gehe auf den Balkon, der Schneesturm tobt noch immer und wir sind hier im siebten Stock. Bin ich froh, dass der Balkon so ist dass es hier nicht soooo stürmt. Ich zünde mir eine Zigarette an und lasse meinen Blick über die Stadt wandern. Sieht fast aus wie im Märchen… meine Gedanken wandern, denke zurück an die letzten Wochen, ein Zuckerschlecken war das nicht gerade. Aki und ich mussten diesmal die Promotion übernehmen. „Eigentlich sollte ich zu Hause sein…“, flüstere ich in die Nacht.
„Komm rein, deine Kippe ist längst aus.“, Akis Stimme reißt mich aus meinen Gedanken und ich sehe zu dass ich wieder in das warme Zimmer komme, wo Aki mit einem Handtuch um die Hüften seine Haare trocken wuschelt.
„Hab ich da irgendwas oder wieso starrst du mich so an?“, fragt er dann.
„Sorry, nein hast du nicht. Gehen wir was trinken?“ Aki lacht.
„Ja, aber lass mich erstmal anziehen.“
„Hmmm…“, ich lasse mich auf das Bett fallen, schließe die Augen.

„Achja, das sind doch alles nur dumme Schlampen!“, Aki ist eindeutig schon gut dabei und voll in seinem Element: sich über Weiber auslassen.
„Ja, stimmt.“, lache ich, auch wenn mir nicht danach ist und schütte das nächste Glas Vodka runter. Irgendwie werde ich nicht betrunken. Aki redet weiter, wobei ich ihm nicht einmal richtig zuhöre sondern ihn nur ansehe. Er ist eigentlich das, was ich immer sein wollte und so schön… ok, ich bin wahrscheinlich doch betrunken.
„Was wünscht du dir?“, fragt er nach einiger Zeit des Schweigens.
Ich antworte ihm ‚Liebe‘.
„Hast du die nicht?“, erstaunt sieht er mich an und der betrunkene Aki ist verschwunden.
„Nein, habe ich nicht.“, gebe ich zurück und stelle das Glas energisch auf die Bar. „Lassen sie die Flasche hier.“, sage ich zu dem Kellner und leere die hälfte davon in einem Zug.
„Lauri lass uns gehen.“
„Nein, Lauri will nicht.“
„Komm schon, du bist betrunken.“
„Und du nicht?“, fauche ich ihn an.
Das war zu heftig, er steht auf und geht, mehr oder weniger gerade, nach oben.
Da sitze ich nun, die Flasche ist leer und ich bin noch immer nicht betrunken, vielleicht angetrunken, gut das sicherlich aber ich kann noch immer ohne Probleme gerade laufen. Mein Gewissen meldet sich und so mache ich mich auf den Weg nach oben und klopfe schließlich an unserer Zimmertür. Nichts. Toll.
„Aki, mach die scheiß Tür auf!!“, brülle ich und trete mit dem Fuß dagegen.
„Piss dich nicht so auf!“, mault er zurück als er die Tür öffnet.
Ich lasse sie ins Schloss fallen und stelle mich vor das Bett, auf dem Aki es sich wieder bequem gemacht hat.
„Du denkst auch, ich lasse mir alles gefallen, oder?“, frage ich mit scharfem Unterton.
„Das könnte ich zu dir sagen! Wer macht mich denn immer blöd an, wenn er betrunken ist? Und wer bringt dich immer nach Hause? Hm?“, er steht auf und schubst mich auf’s Bett. „Na, wer wird das wohl sein? Wer ist immer der Depp? Doch nicht etwas ich, oder??“
Seine blauen Augen funkeln mich an, er ist wütend und damit ist nicht zu Spaßen. Ich schlage seine Hand von meinem Arm.
„Du… Ich… Ach verdammt nochmal…“, ich drehe mich weg, mir fehlen gerade die Worte. „Es tut mir leid.“
„Es tut mir leiiiiiiid“, äfft er mich nach und lehnt sich an die Wand. „Weisst du was? Mir tut’s auch leid. Und zwar dass ich einfach so dumm bin und doch immer wieder alles für dich mache.“
Ok, das reicht.
„Und außerdem bist du sowas von eingebildet!“
Aki, halt’s Maul!
„So was von… waaaah!!“, seine Faust trifft die Wand. „Du machst mich verrückt.“
„Ich bin betrunken.“, stelle ich fest, falle auf das Bett und habe das eben von Aki gesagte schon wieder vergessen. Dieser legt sich neben mich und streicht mir über die Wange. Meine Augen sind geschlossen, nur diese eine flüchtige Berührung beherrscht meinen gesamten Körper.
„Vergib mir.“, flüstert er an mein Ohr, warmer Atem der meinen Hals streift.
Sekunden später fühle ich seine Lippen auf meinen, so sanft. Ich erwidere den ach so scheuen Kuss. Flüchtig, so schnell vorüber. Er will aufstehen doch ich ziehe ihn wieder zu mir, meine Augen geschlossen, genieße die vorsichtigen Berührungen. Seine Fingerspitzen streichen meinen Hals entlang, öffnen langsam die Knöpfe meines schwarzen Hemds, streichen über meinen Brustkorb, gefolgt von diesen unglaublich weichen Lippen. Mooooooment….!
„Stop!“, schreie ich und stoße ihn von mir. „Was denkst du dir eigentlich?!“
Völlig verwirrt seiht er mich an.
„Nichts Lauri, absolut nichts. Ich möchte dir nur das geben, was du dir wünscht.“
„Achja?“, ich stehe auf, nehme meine Jacke und öffne die Balkontür. „Denkst du wirklich dass du, gerade du, mir das geben kannst was ich will?“ ich schüttle meinen Kopf „Glaub mir, das kannst du nicht.“
Da stehe ich nun, zittere wie Espenlaub und hab schon die halbe Schachtel geraucht. Der Sturm hat sich gelegt, Stille herrscht über allem. Wie kann er nur? Ich meine, das… nein, das geht einfach nicht.
„Es tut mir leid.“, Aki steht neben mir. „Ich wollte das nicht.“
„Du lügst.“, flüstere ich nur.
„Ja, aber wenn es das ist, was du hören willst…“, seine Stimme versagt und er sieht mich verzweifelt an. Ich wende meinen Blick von ihm ab, ertrage diesen Ausdruck nicht.
„Ich will die Wahrheit.“, sage ich energischer als ich es eigentlich wollte. „Entschuldige, ich bin noch immer betrunken.“
„Das sind wir beide, glaub mir mein Schatz.“
Ich nicke. „ Aber ich bin nicht dein Schatz…“
„Hmm… Lauri, sieh mich an.“
Ich tue ihm den Gefallen, wende mich zu ihm und sehe ihm in die Augen.
„Bitte…“, fleht er und sieht auf den Boden.
Aki, mein bester Freund, das Beste was mir jemals begegnet ist… wieso tust du mir das an?
Ohne nachzudenken ziehe ich ihn zu mir, schließe die Augen und küsse ihn. Fordernd. Lege all meine Gefühle in diesen einen Kuss. Meine Beine zittern, vielleicht vor Kälte? Gänsehaut.
Nein, mir ist nicht kalt.

Wir lösen uns von einander. „Da hast du was du wolltest.“
Fassungslos sieht er mich an. „Du kannst so kalt sein.“, schreit er und verschwindet im Zimmer.
Ich lehne mich an das Geländer, atme die kalte Luft ein. Ich glaube nicht, was ich gerade denke. Will es nicht glauben. Habe angst davor.
17.4.08 09:38
 


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